KUNSTGESPRAECH

TEXTE: REZENSIONEN

Aktuelle Artikel

Artistic research re:publica 18, Berlin

Artistic research re:publica 18, May 3 - 5, 2018, Berlin


Kirsten Kötter, Artistic research re:publica 2018

http://www.kirstenkoetter.de/rp18.html

 

Lore Kramer. Ich konnte ohne Keramik nicht leben, Museum Angewandte Kunst Frankfurt, 30.05. - 26.08.2018

Moderne, 30.05.2018, Frakfurt

Keramik von Lore Kramer in der Ausstellung des museumangewandtekunst Frankfurt am Main, Foto von Kirsten Kötter

'Lore Kramer. Ich konnte ohne Keramik nicht leben.', heißt die neue Ausstellung des Museums Angewandte Kunst Frankfurt. Von den 1950er bis 1980er Jahren entwarf und fertigte Lore Kramer Keramikschalen und -kannen, die nun in dieser Ausstellung in ihrer schlichten Schönheit präsentiert werden: Blau-, Grün-, Rosa- und Brauntöne, farbig, aber nicht aufdringlich und schlichte elegante Formen ohne überflüssige Henkel, Tüllen oder ähnliches Beiwerk.

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Gerhard Richter: Frühe Bilder, Museum Wiesbaden, 16.03. - 17.06.2018

Was ist Wirklichkeit? Was ist Malerei? 14.03.2018, Wiesbaden

Gerhard Richter stellt in seiner Kunst immer wieder zwei Fragen: Was ist Malerei heute? Was ist Wirklichkeit? Im Zeitalter der Digitalisierung stellt sich die Frage nach der Wirklichkeit neu und vehement, denn neben der "realen" Welt erleben wir eine "digitale" Welt, und beide Welten können sich sogar mischen, wie zum Beispiel bei dem Spiel Pokemon Go. Würde Richter heute beginnen, künstlerisch zu arbeiten, würde er sich wahrscheinlich mit dem digitalen Abbild der Wirklichkeit auseinander setzen.

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Site-specific Research documenta 14, Kassel

Site-specific Research documenta 14, June 7-9, 2017, Kassel

Kirsten Kötter, Site-specific Research: Prinz Gholam, Performance 'Speaking of Pictures' at Lutherplatz, Kassel, 07.06.2017, 15:00Athens and Kassel are documenta-14-siblings. So you get the possibility
- to trace the development of works of art (e.g. "The Round-up Projekt: Kokkinia" by Mary Zygouri)
- to experience the same work of art at two different places (e.g "When Elephants Fight, It Is the Frogs That Suffer" by Ben Patterson)
- to witness works of art which connect the two places

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Site-specific Research documenta 14, Athens

Site-specific Research documenta 14, April 6-9, 2017, Athens

Documenta 14 in Athens has a political ambition. But several statements are incompatible. On the one hand, the curators try to overcome boundaries with an internationalist intention - this was expressed in the opening press conference. On the other hand, the curators sometimes celebrate historical rebellions in the exhibition and ignore that these were extremely nationalistic. Documenta is inconsistent. Many single statements and points of view are contradictory. This diversity reduces the significance.

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Site-specific Research participation Walkmuehle, Wiesbaden

Site-specific Research participation Walkmuehle, Wiesbaden, October 4, 2017

Kirsten Kötter, Site-specific Research participation WalkmuehleAxel Schweppe is the curator of the exhibition "Naturliebe - erneuerbare Haltungen" ("Love of Nature. Sustainable Attitudes"). He also organizes a "Salon" every first wednesday every month. The subject of the last "Salon": Participation.

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Site-specific Research sketchcrawl-ostbahnhof, Berlin

Site-specific Research sketchcrawl-ostbahnhof, October 2, 2017, Berlin


Kirsten Kötter, Site-specific Research Sketchcrawl Ostbahnhof BerlinDrizzle. At the fleemarket next to "Ostbahnhof". Where can I paint? There is a market stall with its tent roof with a little free space on its table - I ask: "Can I put my water colours there?" And the man behind the table agrees. I startet out to paint what I see. And I got more and more faszinated by the seller.

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documenta (13): Thank you, Carolyn

dOCUMENTA (13), 09.06. – 16.09.2012, Kassel

Was soll die Kunst? Als was kann sie dienen außer als Aktie oder als kreatives Beschäftigungsmodell? Die documenta (13) von Carolyn Christov-Bakargiev gibt überzeugende Antworten.
Nachhaltigkeit statt Rock'n Roll
Ausgestellt ist Kunst von Künstlerinnen und Künstlern mit sehr unterschiedlichen Biografien. Im Extrem liegt das Geburtsdatum im 19. Jahrhundert, wie bei Margaret Preston (1875-1963), die für die Entwicklung der australischen Kunst wichtig war und Aboriginemotive einem breiten Publikum bekannt machte, indem sie diese in ihre modernen Gemälde integrierte. Keiner der älteren d(13)-Künstler ist so bekannt wie Salvador Dali (1904-1989).

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Lara protects me. Eine georgische Erzählung, Museum Angewandte Kunst Frankfurt, 21.09.2018 - 20.01.2019

Mythen, 19.09.2018, Frankfurt

Tamuna Karumidze fotografiert ihr maschinell bewegtes Model mit der von ihr gestalteten Kleidung (Modelabel Tamra), Hauptraum der Ausstellung Lara protects me des museumangewandtekunst Frankfurt am Main, Foto von Kirsten Kötter

Da steht eine bekleidete Figur im Raum und bewegt sich dank eines Motors langsam vor und zurück. Die Figur trägt einen engen schwarzen Rock, eine außergewöhnlich gestaltete pastellfarbene Stepp-Jacke und dazu Kopfbedeckung - eine georgische Nomadin von heute? Tamuna Karumidze, die Schöpferin dieser Kleidung und Figur, fotografiert minutenlang ihr etwa gleich großes mechanisches Model. Später pflückt sie eine sehr kleine Spinne aus meinen Haaren, um sie nach draußen zu setzen. Tamuna trägt von ihr gestalteten Schmuck am Arm.

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Site-specific Research occupy Volksbuehne / Besetzung Volksbühne, Berlin

Site-specific Research occupy Volksbuehne / Besetzung Volksbühne, Berlin, September 28, 2017, Berlin

Site-specific Research occupy Volksbuehne / Besetzung Volksbühne, Berlin, 28.09.2017, painting 17 x 24 cm: Kirsten Kötter

The "Volksbühne" is occupied - you can read this in the newspapers and in the internet. Many people gather in front of the Volksbühne. What is happening? Not so much.

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Zeitalter der Chemie. Carl Remigius Fresenius, Museum Wiesbaden, 23.08.2018 - 20.01.2019

Historisches Labor Museum Wiesbaden

Das 20. Jahrhundert war das Zeitalter der Chemie - lerne ich beim Besuch der Ausstellung. Wie vielfältig die Arbeit von Carl Remigius Fresenius (1818 - 1897) war, zeigt diese Ausstellung zu dessen virtuellem 200. Geburtstag. Heute, im Umbruch zur digitalen Gesellschaft, können wir uns wieder in den Gründungsgeist hineinversetzen, der Fresenius antrieb.

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Site-specific Research re:publica 17, Berlin

Site-specific Research re:publica 17, May 8-10, 2017, Berlin

Flachsinn - Über gute und schlechte Aufmerksamkeit, wie man sie bekommt, wer gewinnt und wohin alles führt, re:publica 17, 09.05.2017, painting 17 x 24 cm: Kirsten Kötter

Site-specific research: I produce logs, abstracts, scetches and notes. #rp17

What is "Framing"? I learned it from Elisabeth Wehling (Die Macht der Sprachbilder - politisches Framing und neurokognitive Kampagnenführung, re:publica 17, 08.05.2017, 16:00-17:00, Stage 1) The "Framing" of the re:publica 2017: colourful, playful, artistic, happy, maybe a little, little bit childish. The speakers are framed with colourful boxes, spatially placed. They look like big canvases but they are screens. They remind me of my own exhibitions with canvases spatially placed in the middle of rooms. The speakers stand in front of big projection screens. It is dark with pink and yellow light spots. They create shades of light. My brush shadows light pink or green shades on my white paper. The "Framing" of re:publica 2017 is like a water colour by itself.

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Site-specific Research Improvisohrium

Site-specific Research Improvisohrium, ab 28. März 2017, Wiesbaden

Improvisohrium 28.03.2017, 1. Stunde: Michael-Dietmar-Arnulf-Ingo (Trompete, Posaune, Gitarre, Bassgitarre) = links oben: Rot Grün Gelb; Burkhard-Silvia-Olav-Wolfgang (Stimme, Gitarre, Percussion) = links oben: Blautöne; Uli-Hans-Achim-Sharam-Olav-Thomas-Achim-Dirk-Norvert-Klaus-Werner-Christina; Aquarell 50 x 65 cm: Kirsten KötterDas Improvisohrium ist eine offene Bühne für improvisierte Musik. Es findet statt jeden letzten Dienstag im Monat im KunstHaus am Schulberg in Wiesbaden. Man kann teilnehmen oder einfach nur zuhören.

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Site-specific Research Symposium 60 Jahre Documenta

Site-specific Research Symposium 60 Jahre Documenta, 17.- 18.07.2015, Kassel

17.07.2015, 10:10 - 10:40, Begrüßung, Einführung / Welcome, Introduction,· Aquarell / watercolour, 17 x 24 cm

Die Situation. Der Raum – bekannt von den documenta-Ausstellungen – ist monumental und karg. Das Licht gedämpft. Durch die Beleuchtung werden Schatten an die Wände projiziert. Die Vorträge. Einführende Worte, später: Beschreibungen, Annäherungen. Wie Einführungen so sind (aber das bleibt auch so.)

The situation. The space is monumental and austere. You know this room from the documenta exhibitions. Dimmed lights. Tender shadows on the walls. The lectures. Introductory remarks, later descriptions, approximations. Typical introductions (but it does not change later.)

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Tanz und Teppich

Noa Eshkol, Wall Carpets, 20.11. - 23.03.2014, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen, Rüsselsheim

Kirsten Kötter: Blick in die AusstellungDie Israelin Noa Eshkol lebte von 1924 bis 2007. Als Tänzerin und Choreographin setzte sie sich in den 1950er Jahren mit der internationalen Tanzentwicklung auseinander und begründete eine Tanztheorie. Sie war in der Tanzszene international bekannt, aber kein Massenstar. Eshkols Wandteppichproduktion blieb von der Kunstszene so gut wie unbeachtet. Was fasziniert heute an der künstlerischen Persönlichkeit Eshkols? Noa Eshkol, deren Arbeiten gerade in einer Ausstellung in Rüsselsheim gezeigt werden, verfolgte als Tänzerin und Choreographin einen anderen künstlerischen Weg als mit ihren Wandteppichen. Eshkols Kunstformen "Tanz" und "Teppich" ergänzen sich wie zwei Seiten einer Münze. Dank des Revivals der Klassischen Moderne samt "Gesamtkunstwerk" wirkt die Kombination von Tanz und Wandobjekt zeitgemäß und interessant.

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documenta (13): Confusion

Pressekonferenz mit Geschäftsführer Bernd Leifeld, Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann und Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev


Presseempfang documenta (KK)Nach einer Performance - Ceal Floyer, Nail Biting Performance - und den Grußworten kündigt Carolyn Christov-Bakargiev ihre "lecture" an ("kindly relax"). Sie bittet die Fotografen um eine Fotopause und beginnt den Vortrag. Später wird ihr Vortrag als zu abgehoben, zu "universitär" kritisiert werden. Die Fragen aus dem Publikum später werden deutlich machen, dass sie sich oft von der Presse missverstanden fühlt. Vielleicht kommt sie bei ihrem Vortrag aber einfach nicht auf den Punkt. Denn alles was sie sagt, klingt richtig und gut. Es könnte aber auch eine Platitüde sein. Wir hören ihre Gedanken jedenfalls nicht vollständig, denn mitten darin, beginnt sie zu kürzen und legt ein Dutzend DIN-A4-Seiten ungelesen beiseite - jede mit dem Wort "skip" (überspringen). Das bringt ihr Lacher und Beifall.

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